28. Januar 2026 · OrderPiQR

5 häufige Pickfehler im Lager (und wie Sie sie vermeiden)

Pickfehler kosten Geld und Kunden. Entdecken Sie die fünf häufigsten Ursachen für Pickfehler und praktische Wege, sie zu verhindern.

Pickfehler: ein unterschätztes Problem

Ein Pickfehler — das falsche Produkt, die falsche Menge oder ein fehlender Artikel — wirkt zunächst wie eine Kleinigkeit. Die Folgen sind jedoch größer, als man denkt: Retouren, zusätzliche Versandkosten, Belastung des Kundenservice und im schlimmsten Fall der Verlust einer Kundin. Hinzu kommt: Pickfehler sind häufig strukturell, dieselben Fehler wiederholen sich.

Die 5 häufigsten Pickfehler

1. Falsches Produkt entnommen

Der häufigste Fehler: Es wird ein anderes Produkt gegriffen als bestellt. Das passiert vor allem bei Produkten, die sich ähneln — in Verpackung, Farbe oder Format. Ohne Prüfung im Moment der Entnahme entdeckt erst die Kundin den Fehler.

So vermeiden Sie ihn: Barcode-Scanning beim Kommissionieren schafft eine unmittelbare Kontrolle. Das System vergleicht den gescannten Code mit dem erwarteten und warnt bei einer Abweichung.

2. Falsche Menge

Zu viele oder zu wenige Produkte in der Bestellung. Das passiert besonders häufig bei Bestellungen mit größeren Stückzahlen desselben Produkts oder wenn unter Zeitdruck gearbeitet wird.

So vermeiden Sie ihn: Digitale Kommissionierlisten zeigen die genauen Mengen je Produkt. Beim Scannen kann das System mitzählen, wie viele Exemplare bereits erfasst wurden.

3. Produkt nicht gefunden

Das Produkt ist am angegebenen Lagerplatz nicht auffindbar. Ursache kann eine falsche Lagerplatzerfassung sein, ein Produkt, das an der falschen Stelle zurückgelegt wurde, oder ein nicht aktueller Bestand.

So vermeiden Sie ihn: Eine saubere Lagerplatzerfassung und digitale Wegführung helfen, den richtigen Platz schneller zu finden. Bei wiederkehrenden Problemen zeigen die Daten, welche Lagerplätze oder Produkte am häufigsten Schwierigkeiten verursachen.

4. Bestellungen vertauscht

Produkte, die für eine Bestellung gedacht sind, landen im Karton einer anderen. Dieses Risiko steigt, wenn mehrere Bestellungen gleichzeitig kommissioniert werden.

So vermeiden Sie ihn: Eine Bestellung nach der anderen über ein digitales System zu kommissionieren, senkt das Verwechslungsrisiko. Die Mitarbeiterin konzentriert sich auf eine Bestellung und schließt sie ab, bevor die nächste beginnt.

5. Beschädigtes Produkt mitgenommen

Ein Produkt mit beschädigter Verpackung oder sichtbarem Schaden wird eingepackt, ohne dass es jemandem auffällt. Bei Papierprozessen gibt es keinen Moment, in dem das ausdrücklich geprüft wird.

So vermeiden Sie ihn: Manche digitalen Kommissioniersysteme bieten die Möglichkeit, einen Qualitätsprüfschritt in den Prozess einzubauen, sodass der einwandfreie Zustand ausdrücklich bestätigt wird.

Was Pickfehler kosten

Pickfehler sind teurer, als sie wirken. Denken Sie an:

  • Retourenkosten: Versandkosten für das Abholen und den erneuten Versand der richtigen Bestellung.
  • Bearbeitungskosten: Zeit für Kundenservice, Retourenabwicklung und erneutes Verpacken.
  • Kundenverlust: Wer eine falsche Bestellung erhält, bestellt seltener erneut.
  • Bestandsdifferenzen: Falsch versendete Produkte stören die Bestandsführung.

Von reaktiv zu vorbeugend

Die meisten Lager entdecken Pickfehler erst im Nachhinein — über Beschwerden, Retouren oder Bestandsdifferenzen. Digitale Kommissionier-Software dreht das um: Fehler werden in dem Moment gemeldet, in dem sie entstehen, nicht Tage später. Dieser Unterschied ist der Unterschied zwischen ein Problem lösen und ein Problem verhindern.

Fazit

Pickfehler entstehen selten aus Unachtsamkeit. Sie entstehen durch Prozesse, die zu wenig Kontrolle bieten. Wenn Sie Prüfschritte einbauen — etwa Barcode-Scanning und digitale Kommissionierlisten — beheben Sie die häufigsten Fehler strukturell.

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